Michael Meyen: Propaganda, DDR-Geschichte & gefährlicher Opportunismus

Shownotes

Michael Meyen war jahrelang anerkannter Uni-Professor und sprach dennoch immer wieder offen Kritik gegen Staat und Medien aus. In diesem Gespräch mit Kayvan Soufi-Siavash geht es um seine Erfahrungen bei der NVA und die Medien-Strategie der Bundeswehr.

Hier kommt ihr zum großen Buch "Endlich Frieden" Hier kommt ihr zum Podcast bei Youtube Hier kommt ihr zum Podcast direkt bei Kayvan

Transkript anzeigen

00:00:00: Das, was ich in der DDR gelernt habe über den Imperialismus.

00:00:04: Über die Speerspitze des Imperialismus, über die USA, über Machtverhältnisse, über Geopolitik... Dass man heute in Büchern von Daniela Gansa findet wo ich immer denke mein das ist DDR-Schulunterrichtsächste Klasse!

00:00:14: Was ich da über die Kriege in der Welt lesen kann.

00:00:18: Ich

00:00:18: war ja auch bei der Armee also Ich hätte fünfzehn Monate bleiben müssen, hat mich nach zwölf Monaten rausgeschmissen mit der Begründung.

00:00:23: Mit mir können wir keinen Krieg gewinnen und sagen ja auch keinen Anfang haben sie mir alles weggenommen?

00:00:27: ich versuchte er sich nicht.

00:00:28: Ich glaube ja dass es zunächst mal reicht den Leuten Angst zu machen und mit der Drohung Krieg andere Dinge durchzusetzen die ohnehin laufen.

00:00:37: Überwachungsstaat Umverteilung von unten nach oben also all die Dinge die wir in den letzten Jahren erlebt haben lassen sich mit der Kriegsdrohung leichter durchsetzen.

00:00:47: Endlich Frieden Der Podcast zum neuen Buch, in dem einhundert Persönlichkeiten Zivilcourage zeigen.

00:00:54: Hallo Michael!

00:00:56: Hallo Kevin!

00:00:58: Michael, bevor wir ins Gespräch ansteigen zu deinem Beitrag im Buch bist du eigentlich ein friedlicher Mensch?

00:01:04: Ja ja ich bin jemand der Konflikte überhaupt nicht mag, der am liebsten in Harmonie mit anderen lebt

00:01:11: Und das klappt?

00:01:14: Von mir aus schon aber leider lassen mich die Anderen nicht immer.

00:01:18: Ich kann zum Beispiel auch ganz schlecht Nein sagen.

00:01:20: Wenn jemand was von mir wünscht, was erwartet dann fällt es mir schwer abzusagen und da ruiniere ich im Zweifel lieber meine Gesundheit als andere zu enttäuschen.

00:01:33: Okay ist auch eine Art von Konflikt ne?

00:01:35: Ja das ist auch ein Konflik der man damit sich selbst austragen muss.

00:01:39: Du hast in deinem Beitrag ja als Metatext etwas geschrieben was ich gleich mal hier auch rein geben möchte nämlich Nach zwei Weltkriegen und nach der Erfahrung, die wir in den Krieg gemacht haben.

00:01:51: Und du warst ein bisschen NDR aufgewachsen, hast die NVA-Uniform sogar mal getragen.

00:01:55: Hast Du gedacht als Vietnam zu Endeigen im Priallismus, die merken wo ihre Grenzen sind?

00:02:00: Und spätestens mit Mauerfall, der Spuk ist vorbei!

00:02:03: Jetzt haben alle eine Friedenstaube und wir freuen uns dass wir den Kriege überwunden haben.

00:02:06: Deutschland soll nicht wie Katago enden.

00:02:09: Jetzt musst Du feststellen das Du Dich was das angeht doch geirrt hast.

00:02:12: irgendwie scheint deine Sehnsucht zu sein nach Krieg

00:02:14: oder?!

00:02:15: Auf den Kunden.

00:02:16: Ich meine es immer die Frage, ob man sich gehört hat so ein DDR-Burger wie ich der ja auch in der Partei war, der länger Wehrdienst gemacht hat als das nötig gewesen wäre.

00:02:23: DDR hatte eine Wehrpflicht von achtzehn Monaten und ich war doppelt zu lange in Uniformen.

00:02:28: So jemand hatte ja die neunzigere und die frühen Nullerjahre zu kämpfen mit diesem neuen System.

00:02:33: Ich habe lange gefremdelt mit der Bundesrepublik mochte dass nicht dieses Land war nicht mein Land.

00:02:38: Das hat sich dann eigentlich erst mit der Berufung an die Universität in München geändert weil ich da gemerkt hab okay es gibt Zumindest in Bayern.

00:02:44: Einzelne, die bereit sind mir eine zweite Chance zu geben.

00:02:47: Insofern war ich die neunziger mit ganz anderen Fragen beschäftigt als der ob jetzt das vorbei ist?

00:02:53: Mit der Kriegslösternheit?

00:02:54: Die Kriegel gab es ja dann auch.

00:02:56: Wir haben ja dann Irak erlebt.

00:02:58: Wir hatten vorher Jugoslawien erlebt.

00:02:59: da war ich Nachrichtenredakteur beim MDR und war völlig... völlig baff, was ich da jeden Tag melden musste.

00:03:07: Was ja in unmittelbarer Nachtmachbarschaft passiert ist.

00:03:10: Insofern war mir glaube schon klar, dass es nicht vorbei ist.

00:03:12: und das, was sich in der DDR gelernt habe über... den Imperialismus über die Speerspitze des Imperialismus, über die USA, über Machtverhältnisse und Geopolitik.

00:03:22: Das was man heute in Büchern von Daniela Gansa findet wo ich denke das ist DDR-Schulunterrichtsächste Klasse was ich da über die Kriege in der Welt lesen kann.

00:03:30: Ich meine dass das nicht vorbei ist glaube ich war mir auch in den neunzigern und nulleren klar wo ich mit anderen Sachen beschäftigt war.

00:03:37: Aber wenn man mit dir spricht und wenn man dich erlebt auf Vorträgen, dann spielt deine DDR-Vergangenheit immer noch eine Rolle was ich sehr wichtig finde.

00:03:44: Weil das ist eine Perspektive auf deutsche Geschichte, überhaupt geopolitische Geschichte im Kern Europa die sehr hilfreich sein kann um nicht die Orientierung zu verlieren.

00:03:53: Kannst du mal erklären?

00:03:54: Wenn man wenn man in DDR gelebt hat und bei der MVA ging musste man da eigentlich hin Und wie lange musste man dahin und warum hast Du länger gemacht oder hätte man verweigern können?

00:04:03: Ich muss vielleicht noch vorweggeschicken, dass das eine relativ neue Sache ist.

00:04:07: Dass die DDR bei mir so eine Rolle spielt!

00:04:09: Ich habe in den neunzigern und glaube ich die kompletten Nullerjahre hindurch versucht wie ein westdeutscher zu wirken.

00:04:15: Ich war immer froh innerlich froh manchmal sogar auch äußferlich wenn jemand gesagt hat man merkt ja gar nicht wo du herkommst.

00:04:21: Sie waren mal in der Partei, kaum zu glauben und trotzdem sind sie jetzt hier in München Professor geworden.

00:04:26: Na ja gut irgendwie ne?

00:04:27: In der Jugend machen die Leute komische Sachen.

00:04:30: also ich habe versucht mich zu verstellen und das war glaube ich nötig auch um auf so eine Position zu kommen besser zu sein als die besten Veströtscher.

00:04:38: Und dazu musste ich sie ja imitieren, um sie dann überhaupt besiegen zu

00:04:41: können.".

00:04:41: Das hat sich dann geändert mit so einer Krankheit, die ich hatte.

00:04:44: Ich lag ja dreizehn auf der Intensivstation.

00:04:46: Alle Ärzte haben sich gewundert, warum ich noch lebe?

00:04:48: Das hatte ich also genug Zeit in so eine Reha-Klinik, eine langen Genesungsphase darüber nachzudenken und dachte okay da ist irgendwas schief gelaufen was sich jetzt im Körper niedergeschlagen hat.

00:04:59: Ich muss wieder zurück zu meinen Wurzeln zu dem wo ich herkomme, ich muss das nach außen tragen.

00:05:03: wenn schon ein Ostdeutscher So eine Position hat, wenn ein Ostdeutscher an so einer westdeutschen Elite-Universität sprechen darf.

00:05:09: Dann muss ich da Sachen anbieten zu DDR und habe das gemacht lange ohne Resonanz.

00:05:13: Hat ja bis Pegida eigentlich gedauert, letztlich bis zur den AfD erfolgen.

00:05:19: siebzehn bis es in München wieder Studenten kamen die DDR Themen hören wollten.

00:05:24: Ich saß dann eine Weile mit sechs Studenten im Seminar.

00:05:27: mehr hat mir das nicht interessiert.

00:05:28: Insofern hab' ich das dann eher zu Natuben gemacht und vielleicht seit zehn Jahren ungefähr diese stärker nach außen getragen.

00:05:36: Werdienst in der DDR war achtzehn Monate Grundwertdienst, interessanterweise erst zweiundsechzig eingeführt nach dem Mauerbau weil der ostdeutsche Vorjahr hätte abhauen können.

00:05:48: Der junge ostdeutsche Mann hätte abhauern können, sind genug abgehauen.

00:05:51: Wir kennen ja die Zahlen bis einundsechzig sind drei Millionen Ostdeutscher in den Westen gegangen.

00:05:56: um einen Grund wenigstens nicht zu liefern hat die DDR einen Unterschied zur Bundesrepublik da keine Wehrpflicht gab und viele westdeutschen sind nach West-Berlin gegangen um der Wehrflicht zu entkommen.

00:06:05: Der DDR-Bürger hat dann erst zweiundsechsig wehrpflicht gemacht.

00:06:08: vorher war die NVA mit Freiwilligen gefüllt worden.

00:06:11: mein Vater gehört zu den sogenannten weißen Jahrgängen.

00:06:13: er ist einundvierzig geboren und war so sechs acht Wochen glaube ich in so einer Art Grundausbildung, wo sie ein bisschen marschieren und so gelernt haben.

00:06:21: Der wurde nicht gezogen weil die Wehrpflicht eingeführt wurde.

00:06:23: da war schon zu alt um noch diese achtzehn Monate machen zu können.

00:06:26: man konnten nicht verweigern anders als in der Bundesrepublik.

00:06:30: aber es gab etwas was Bausoldaten hieß in der DDR auch weil die sonst sparten auf dem auf den Schulterklappen hatten.

00:06:37: Das waren Leute, die aus den Kirchen kamen ja ein sehr kleines Milieu in der DDR, die als Gewissensgründen verweigert hätten im Westen und dann als Bausoldaten auch diese achtzehn Monate gedient haben unschikerniert wurden.

00:06:49: das war Paria an der DDR.

00:06:52: wenn man da Bausoldat war Wenn man wie ich studieren wollte, wenn man wie Ich dazu noch aus einem SED-Haushalt kam Dann wurde schon von frühester Jugend an darauf gedrängt dass man länger als dieser achtzehnt Monate dient.

00:07:05: Das Argument war Michael, die Arbeiterklasse wird ein Studium bezahlen.

00:07:09: Die Arbeiterklasse sorgt dafür, dass es dir einmal besser gehen wird.

00:07:13: Jetzt musst du Michael ein bisschen was dafür geben.

00:07:16: und was kann einen Mann geben?

00:07:17: Natürlich Lebenszeit in eine Uniform!

00:07:21: Ich habe dann sogar um diesen Wehrdienst zu entkommen, um Befehlen zu entcommen hatte ich mich sogar beworben an einer Offiziershochschule.

00:07:29: Es gab eine Möglichkeit, offizier auf Zeit zu werden unter Leutnant auf Zeit für vier Jahre, das hieß ein Jahr.

00:07:37: ein Jahr Studium an der Officierschutzschule und dann drei Jahre als Unterleutnant.

00:07:41: Ich dachte, da brauche ich nicht ganz so viele Leuten Befehl geben.

00:07:43: vielleicht bin ich dann irgendwie im Planungsstab oder irgendwas.

00:07:46: Da bin ich aber nicht genommen worden wegen unmilitärischem Verhalten.

00:07:50: also weiß ich, wir haben da glaube ich Zigarre geraucht und Bier getrunken.

00:07:52: bei dieser Aufnahmeprüfung jedenfalls hat man da glaub ich richtigerweise gemerkt dass ich ein völlig unmilitarischer Typ bin und habe mich für dieses Journalistikstudium breitschlagen lassen mich für drei Jahre zu verpflichten wobei das ist Punkt, der bis heute mit meinen Eltern auch nicht ausgehandelt ist.

00:08:10: Letztlich werfe ich ihnen vor, dass sie mich hätten davor schützen können und müssen.

00:08:14: Ich habe dann beim Studium in Leipzig gesehen Journalistik.

00:08:16: das war ein sehr begehrter Studiengang.

00:08:17: Denkt man heute nicht, dass in der DDR Leute Journalist-Propagandist werden wollten.

00:08:21: aber es war sehr begehren.

00:08:23: und da auf Rügen wo ich gewohnt hab hat man gesagt Michael wenn du jetzt nicht drei Jahre dich verpflichtest dann kannst du das vergessen mit dem Journalismus In Leipzig.

00:08:30: beim Studium waren dann zwei, nur zwei.

00:08:33: Aber immerhin zwei, die es geschafft hatten mit achtzehn Monaten Grundwährdienst diesen Studienplatz zu bekommen.

00:08:38: Ich war auch an dem Tag wo ich da zum Militär fuhr.

00:08:40: An diesem Morgen sehe ich mich immer noch stehen.

00:08:42: Da dachte ich, nein Mutter Vater ihr hättet eure Hebel... Die Beziehung die er hatte in Bewegung setzen sollen um mir das zu ersparen.

00:08:51: Es war dann auch ne.

00:08:54: Also letztlich alles was ich dann später versucht habe mit Tempo, mit Arbeit glaube ich aufzuholen war es diese verlorene Lebenszeit die ich da in diesen drei Jahren gelassen hab.

00:09:05: Aber gibt es irgendetwas?

00:09:06: Ich war ja auch bei der Armee also ich hätte fünfzehn Monate bleiben müssen hat mich nach zwölf Monaten rausgeschmissen mit der Begründung mit mir können wir keinen Krieg gewinnen.

00:09:13: ich sage ja auch kein Anfang.

00:09:14: haben sie mir alles weggenommen?

00:09:15: ich versuchte er sie liefern.

00:09:17: hast du denn dort irgendwas gelernt?

00:09:19: weil ich habe etwas gelernt bei der Bundeswehr.

00:09:21: Hast du auch was gelernt bei der NVA?

00:09:23: Und ich glaube, das, was ich da lernen konnte, konnte ich schon vorher.

00:09:26: Wenn du aus einem Akademikerhaushalt kommst in einer DDR, in einer Gesellschaft, wo so zehn, zwölf Prozent nur zur Universität gehen und in der erzählt wird, dass die Arbeiterklasse die Macht besitzt, dann musst du als Intellektueller... Ich war mal ein Kind, ich war ein Einzelschüler.

00:09:41: Ich kann mich nicht erinnern, dass ich irgendwann mal irgendeiner Sache an eine Drei bekommen hätte.

00:09:46: Sport war ein bisschen ein Problem, aber dann habe ich halt trainiert bis sich die hoch hundert Meter in zwölf Sekunden laufen konnte und damit auch Dana eins gekriegt habe.

00:09:52: Da musste man ja mit den anderen trotzdem klarkommen, dass man nicht permanent Opfer wird, verprügelt wird.

00:09:58: auf dem Schulhof und ich konnte halt über Fußball wissen, konnte ich mir den Respekt der Anderen erarbeiten.

00:10:04: Und das hab' ich natürlich in so einem Armeeumfeld wo fast auch keine Menschen waren, die studieren wollten.

00:10:10: Habe ich dann schon gelernt, dass sich mit Fußballgespräch die Leute von mir fernhalten konnte oder sie für mich gewinnen konnte.

00:10:19: Also überleben in so einem Umfeld, das lernt man schon.

00:10:21: wie schafft man es nicht?

00:10:23: Nicht das Opfer von dem Offizier zu werden der jemanden sucht, der da irgendwie jetzt hundert Liegestütze macht Nachts, drei Kilometer extra läuft.

00:10:31: Ich habe auch viel trainiert in der Zeit erstaunlicherweise.

00:10:33: ich bin immer eher aufgestanden und hab mir eine Laufkarte geholt.

00:10:36: damit konnte man die Kaserne verlassen und habe da dann geschafft in derzeit glaube ich die dreitausend Meter unter neun Minuten zu laufen weil ich alle freie zeit in den Lauftraining verwendet habe.

00:10:46: beim Studium habe ich dann gemerkt das ist in der DDR Leute in meinem Alter gibt, die noch deutlich schneller laufen konnten.

00:10:52: Ich dachte an der Zeit, dass ich Marathon Olympiasieger werden könnte, bin dann in Leipzig zum SCDAFK gegangen und habe mit den Leuten trainiert.

00:11:00: Aber im Wettkampf haben die mir auf zwölf Kilometer zwei abgenommen.

00:11:03: Das war schon krass!

00:11:06: Ich habe bei der Bundeswehr damals gelernt, wie Strukturen funktioniert als wenn diejenigen, die sich auf Zeitfalle verlichtet haben drei Monate nach der Grundausbildung eben diese Litzen auf die Schulter bekommen haben, konnten sie ja dann über andere Macht ausüben und hab ich gemerkt, wie schnell das unangenehm wird?

00:11:19: Wie schnell denen die Macht zu Kopf steigt und ihre schikanierende Seite entdeckt haben, ihre sadistische Seite.

00:11:24: Das fand ich eine sehr interessante Erfahrung weil das blieb ja bis dato so abstrakt.

00:11:28: So komme ich mit dann auch viele Dinge der Großvater erzählt, dann kann ich sagen, ich habe so ein bisschen was davon erlebt in einem friedlichen Umfeld.

00:11:34: In einem nicht-friedlichen Umfelt wird das wahrscheinlich noch viel schlimmer dass Menschen verruhen.

00:11:40: Einer meiner Vorgesetzten war jemand, den kannte ich aus Mathe-Lagern.

00:11:43: Ich bin als Schüler immer in Mathematiklager gefahren um mich für diese Olympiaden vorzubereiten und einen guten Kumpel ein bisschen älter mit dem ich mich wunderbar verstanden habe.

00:11:51: In der Schulzeit.

00:11:51: der war plötzlich mein Vorgesetzter und wurde genauso oder war genau so wie du es jetzt beschreibst.

00:11:57: Alles was vorher war verschwunden.

00:11:58: Ich hab noch eine zweite menschliche Eigenschaft da kennengelernt nämlich dass man sich verpflichtet hat für Dinge die der Staat außerhalb dieses Wehrdienstes noch wollte, zum Beispiel was ich für die Staatssicherheit zu arbeiten oder irgendwas und diese Leute sind dann rausgezogen worden.

00:12:11: Die waren plötzlich nicht mehr da!

00:12:13: Die verschwanden aus der Kaserne und machten irgendetwas anderes.

00:12:16: Also habe ich gesehen wie auch Opportunismus funktioniert?

00:12:19: Wie man sich letztlich vor solchen Strukturen... Und Militär ist immer eine belastende Struktur, wie man sich vor solchen strukturen drückt indem man Angebote annimmt Aufstiegsangebote, die einem das System macht, die aber natürlich langfristig zu noch größerer Unfreiheit persönlicher Unfreiheit führen.

00:12:34: Kannst du dich noch daran erinnern bei dem Grundwehrdienst, wie du mit einer Waffe umgehst und auch was du da schießen musst?

00:12:41: Und wie sich das anfühlt die Energie zu spüren.

00:12:43: Das ist nicht ungefährlich.

00:12:45: damit kann man jemandem töten.

00:12:47: Ja, ich bin nicht nur so unmilitärisch dass sich keinen Hut gerade aufsetzen kann.

00:12:51: Es war ein dauernder Stress das meine Mützen schief saßen und ich da welche Strafen bekam weil ich nicht ordentlich angezogen durch die Kaserne ging.

00:13:00: So war es auch mit dem Schießen selbst beim Studium gab's noch so... Das ist ja DDR.

00:13:04: DDR ist eine militärisierte Gesellschaft.

00:13:06: Beim Studium war ein Teil der Aufnahmeprüfung Eine Woche Prüfungen in einem Lager am Scharmützelsee Einteil war Die goldene Fahrkarte zu schießen also mit nem Luftgewehr so Ringe schießen und man musste dann eine bestimmte Punktzahl erreichen mit fünf Schuss.

00:13:21: Das war für mich selbst nach Militärdienst, das war unerreichbar.

00:13:25: und diese Waffen habe ich als bedrohlich in zweierlei Weise wahrgenommen.

00:13:28: zum einen musste man die Handgranate eine bestimmten Meterzahl werfen weil es hieß wenn du kürzer würfst Ich weiß nicht, was es war.

00:13:37: Dann zerrupft sich.

00:13:39: In der Schule war das okay.

00:13:41: Da waren die Dinger ja ertrappen aber dabei Militär sind sie ja wirklich hochgegangen.

00:13:45: Das war also schon eine Angst.

00:13:46: dazu kam dass gerade als ich dort anfing ankam in der Kaserne war in einem Wachlokal ein Rekrut einsoldat erschossen worden.

00:13:55: Die haben gesroffen und dann ein bisschen gespielt an diesen Kalaschnikkopf Und da ging es schusslos.

00:13:59: Das war eine sehr reale Bedrohung.

00:14:01: Wir waren permanent mit diesen Waffen zugange und man wusste, gerade ist einer tatsächlich einer wie ich erschossen worden.

00:14:08: Wir haben diese Eltern dann auch gesehen.

00:14:09: Da gab's so ne Beerdigung.

00:14:10: Es war schon alles sehr dramatisch.

00:14:12: also Ich habe das schon als sehr bedrohlich wahrgenommen.

00:14:14: diese Waffen dazu haben wir liefen immer mit Kalashnikov und Makarov.

00:14:17: Das ist die Pistole.

00:14:19: Das Einzige was sich faszinierend fand der Kampfschuss wo du also die Makaroff in den Bauch oder Hüfthöhe hältst dann diese Papp-Dinger da umschießen kannst.

00:14:30: Also wie in so einem James Bond Film letztlich, das hat gut funktioniert.

00:14:34: Das konnte ich irgendwie also aus dem Bauch Papsscheiben umschließen.

00:14:38: Da hat man schon diese Gewalt gespürt.

00:14:39: und klar du merkst natürlich auch was da für Energie drin steckt.

00:14:43: wenn du genau weißt Wenn du das nicht richtig hält dieses Gewehr oder diese Maschinenpistole Dann haut es dir irgendwas weg an der Schulter oder am Gesicht.

00:14:52: Jetzt kann man der DDR wirklich eins zu gut erhalten, die haben ihre Soldaten und die etwa wurde nach der Bundeswehr gegründet.

00:14:58: Die haben sie ja nie irgendwo hin geschickt wo die NATO-Soldaten hingeschickt wurden sondern die haben das DDR Gebiet bewacht.

00:15:04: ich glaube es gab den einen oder anderen militärischen Berater mal in Park oder so.

00:15:07: aber die haben nicht im großen Stil wie dass bei der Bundeswähr war ihre Leute von A nach B geschickt.

00:15:13: mit dem Abschaffen der Wehrpflicht durch einen CSU-Minister war die eine Art von Aufatmen.

00:15:19: Und jetzt stellen wir fest, dass uns der Obergefreiter aktuell, also kein Gefreiter.

00:15:24: diesmal ein Obergefleiter sagt kriegstüchtig und das wird positiv

00:15:28: bewertet.

00:15:30: Wie geht man eigentlich damit um?

00:15:31: Kann man das real für real halten oder einen schlechten Scherz, wie gehst du damit um dass wir gerade Kriegstüchtigkeit als etwas verkaufen was erstrebenswert ist.

00:15:39: Wir sehen es auch gerade in China haben.

00:15:40: jetzt ja eine Frau die die Wahl gewonnen hat die sagt zum Beispiel man muss den Hemmschuh des Pazifismus überwinden Das muss man sich mal reinziehen und der Chineses ist ein neuer Feind.

00:15:49: Wie gehst Du damit um, dass der Staat mit der ganzen Programme Abteilung versucht die Menschen Für Den Krieg tatsächlich zu begeistern und deswegen auch von Tüchtigkeit von der Ertüchtigung spricht?

00:15:59: Ja, wir haben ein Prat bei diesem Podium.

00:16:01: Alternativ FF schon darüber gesprochen waren da glaube ich nicht ganz eine Ansicht.

00:16:04: Ich glaube ja das ist zunächst mal ja.

00:16:06: reicht den Leuten Angst zu machen und mit der Drohung Krieg andere Dinge durchzusetzen die ohnehin laufen.

00:16:13: Überwachungsstaat Umverteilung von unten nach oben also all die Dinge die wir in den letzten Jahren erlebt haben lassen sich der Kriegsdrohung leichter durchsetzen.

00:16:22: Ich kenne ja ein bisschen auch die junge Generation als Hochschullehrer und als Vater, dass ich den Gutenberg in meinem Texter zumindest andeutungsweise erwähne hat damit zu tun, dass mein Sohn fünfundneunzig geboren wurde.

00:16:34: Ich war damals heilfroh nach der Tochter einen Sohn zu bekommen um das erleben zu können.

00:16:38: Das ist einfach etwas völlig anderes mit einem Kind zu spielen, dass Bälle und Autos mag als mit einem das Pferde- und Puppenmarknis.

00:16:47: Also diese Erfahrung war für mich... Das

00:16:49: existiert tatsächlich der Unterschied!

00:16:52: Ja, es existiert.

00:16:53: Ich habe mit der Tochter die Eltern versucht Balls und Autors.

00:16:56: Also Matchbox-Autos, die ich noch aus der DDR hatte.

00:16:59: Das hat sie nicht interessiert.

00:16:59: Die wollte Pferden und irgendwie rosa Puppe.

00:17:02: Und als dann der Sohn kam, war das toll.

00:17:05: Der hat den ganzen Tag Autos geschoben auf irgendwelchen Straßen, die wir da gebaut haben.

00:17:07: Der konnte mit Flugzeugen spielen all die Sachen, die man als Mann gern mag.

00:17:11: Ich wollte diesem Jungen aber gerne ersparen.

00:17:13: Was ich erlebt habe ist natürlich ein Fehler, wenn Eltern denken sie müssen ihren Kindern etwas erspare.

00:17:18: So sehe ich das heute dass man Erfahrung machen muss um zu bestimmten Dingen zu kommen.

00:17:23: Dass sich militär so vehement ablehnen hat auch mit der eigenen Erfahrung von Militär zu tun.

00:17:30: Aber wenn ich die Medikation Leute unter anderem meinen Sohn angucke, dann ist überhaupt nicht vorstellbar wie man Krieg selbst einen Drohnenkrieg, den man ja vielleicht von Zuhause führen könnte an Bildschirmen, wie man das machen wollte.

00:17:42: Ich habe deutlich hier gesprochen in meiner Gegend Da gibt es so eine Garnison und hab' gesprochen mit dem Ausbilder Ein Mann ein bisschen jünger als ich Der dreimal glaube ich in Afghanistan war der im Kosovo war, der wirklich Felderfahrung hat Und er meint Es ist krass vor der Wehrpflicht an freiwilligen Rekruten kommt.

00:18:02: Er meinte, sie müssen beginnen mit diesen jungen Leuten sechs Wochen gehen zu üben.

00:18:06: Da ist nichts an Muskulatur!

00:18:08: Da ist nicht an Fähigkeit die man sich normalerweise für militär vorstellt, die für uns wahrscheinlich als du da deine fünfzehn Monate angefangen hast und ich meine sixunddreißig, die völlig normal waren, dass du halt über so eine Strombahn da gehen kannst oder wie laufen kannst und dreißig Kilometer marschieren kannst mit irgendeinem Tonnister.

00:18:23: er meint das ist nicht da es auch gar nicht die Bereitschaft da, sich vorab für so etwas vorzubreiten.

00:18:30: Obwohl das heute ja noch freiwillig sind.

00:18:32: Er meint es, dass die Propaganda funktioniert schon.

00:18:34: Es kommen ein bisschen mehr Leute als in den frühen zwanziger Jahren.

00:18:37: Da kommen ein wenig mehr Freibäude in die Kaserne und der Aufwuchs wie er das nannte funktioniert jetzt schon.

00:18:42: aber seine These ist alle drei Jahre ist das körperliche Material was die Armee zur Verfügung gestellt bekommt schlechter geworden.

00:18:48: dazu kommt dass das soziale was du auch brauchst ein militär hängt halt voneinander ab bist auf dem fahrzeug wissen, dass der andere die Sachen kann, die er da machen soll wenn das kaputt geht.

00:18:59: Wenn irgendwas passiert womit du nicht gerechnet hast, der meint dass das soziale schwierig ist.

00:19:03: Die würden halt abends auf ihrer vierere Stube sitzen und alle an den Bildschirmen hängen und datteln, da müsste man richtig Pausen einbauen.

00:19:11: Müsste die zwingen so was wie Kameradschaft zu entwickeln wäre also eine völlig neue Anforderung für ihn als Militärausbilder.

00:19:17: deswegen kann ich mir nicht vorstellen wie man mit dieser Jugend, die wir heute haben hat ja viele Vorteile.

00:19:23: Man kann alte andere Sachen als wir sie konnten aber wie man bei dieser Jugend irgendwas in Richtung Militäre anfangen wollte.

00:19:30: Ja, wenn die feindliche Linie finden wollen ohne GPS und Telefon geht das ja gar nicht.

00:19:35: Ich glaube auch, dass sie positiv sind.

00:19:38: Die mögen vielleicht Gamer sein aber so richtig mit Schmutz und Dreck dann ist man ja unpütlich zu Hause und kann seine verpasstene Säge.

00:19:45: Das finde ich ganz sympathisch!

00:19:49: Die können tatsächlich auch dieses Recherchieren im Netz.

00:19:52: Er meinte, jede deutsche Kaserne hat einen Aufklärungsauftrag.

00:19:55: also wo sie gucken an einem bestimmten Abschnitt der im Moment im Krieg läuft und sie gucken da zum Beispiel ihre Garnison hatte irgendeine Aufgabe in der Ukraine um was aufzuklären das meint er das könnten die jungen Leute also gucken auf den Plattformen was es dazu gibt was man da so zusammen tragen kann.

00:20:10: Das ist richtig.

00:20:11: Aber der Krieg hat trotzdem noch eine reale Ebene.

00:20:14: und was ich auch erstaunlich finde, dass Menschen die in Containern drohnen steuern, die dann in mehreren tausend Kilometern oder um nach Frau Baerbock mehreren hunderttausende Kilometer menschen umbringen das die Tossen wie posttraumatische Überlastungstörungen bekommen.

00:20:25: also da hat man glaube ich nicht zu Ende gedacht oder muss sich dann vielleicht damit auseinandersetzen?

00:20:29: Ist ein Mensch einfach Probleme damit hat andere Menschen zu töten auch wenn es ganz abstrakt geschieht?

00:20:34: Glaubst du nennen, um beim Thema Frieden zu bleiben?

00:20:36: Dass wir in Deutschland trotz der Propaganda friedensfähig bleiben.

00:20:40: Dass wir einfach keine Lust haben den alten neuen Feind wiederzubekämpfen.

00:20:44: Das funktioniert einfach nicht.

00:20:45: oder merkst du es vielleicht auch wenn du mit Studenten sprichst dass das schon bisschen fängt, dass wenn die über Putin so spricht, dass da einige schon das Wissen der Tagesschau abspulen ohne das Hinterfragen.

00:20:57: Wie ist das?

00:20:58: Nicht nur Johleute hier auf dem Land Auch die ältere Bevölkerung nimmt das relativ eins zu eins.

00:21:04: Es ist eine westdeutsche ländliche Region, im Osten muss man den meisten Leuten, mit denen ich sprechen kann, damit nicht kommen.

00:21:14: Die Sowjetunion kennen oft auch Russland aus persönlicher Erfahrung und haben damit Menschen zu tun gehabt oder noch mit denen zu tun.

00:21:21: Da verfängt diese Erzählung nicht.

00:21:23: Da erkennt man sofort die Muster, die vertraut sind bei den jüngeren Leuten da weil sie es aus den Familien weitergetragen bekommen entsprechend weitergetragen bekommen.

00:21:32: Also die Erzählung aus der Tagesschau, die Propaganda, die mag da sein bei der Bevölkerung aber die Bereitschaft in irgendeiner Form den eigenen Körper einzubringen.

00:21:40: Die ist nicht da ja leider auch auf der anderen Seite.

00:21:42: wir sehen das ja bei den Friedensdemos, die genauso darunter leiden dass es da wenig Bereitshaft gibt mit dem eigenen Körperlust zu marschieren, dass auch da selbst winzigste Brandmauern aufgestellt werden, wo man denkt okay jetzt haben doch alle gemeinsam einen Ziel.

00:21:57: jetzt könnte man doch mal vergessen Thema Y und Z völlig unwichtigen Dingen anderer, oder im Angesichts von Krieg völlig unwichtigem Ding anderer Meinung ist.

00:22:07: Aber da macht dann halt jeder sein eigenes Ding oder bleibt lieber zu Hause?

00:22:10: Ich vermute auch dass da im unterbewussten so eine ähnliche Analyse steckt wie ich sie gerade versucht habe zu skizzieren das eigentlich mit dieser Bevölkerung in dieser Zeit mit diesen Erfahrungen die Deutschland gemacht hat kein Krieg zu führen.

00:22:24: es.

00:22:25: Deswegen gehen die vielleicht auch nicht auf die Friedenstimmung, weil sie sich fragen und weil sie das gar nicht zusammenbringen.

00:22:29: Das können Sie sich gar nicht vorstellen.

00:22:30: Aber... ...das geht trotzdem!

00:22:33: Eine Frage, die mich immer wieder umtreibt dich vielleicht auch kann ich nicht beantworten aber es ist eine elementare Frage.

00:22:41: der Frontmann von Thunstein Scherben Rio Reise hat ja mal gesungen Der Krieger ist nicht tot er schläft nur.

00:22:47: Und die frage die sich mir stellt ist ob die Erfahrung des Krieges in seiner ganzen Brutalität Schrecklichkeit auch wenn man unversehrt äußerlich nach Hause geht, ist man ja innerlich ziemlich zerrüttet.

00:22:56: Ob man das eigentlich eine Generation weitergeben kann, die meinte wegen der vierten oder fünften Generationen hinter dem steht, der am Krieg noch teilgenommen hat?

00:23:05: Oder ist der Mensch gezwungen diese Erfahrung immer wieder zu machen um dann über Generationen zu sagen wie schrecklich das war bis es wieder ausgeschlichen ist?

00:23:12: und dann fängt jetzt von vorne an?

00:23:14: Ist das so?

00:23:14: was denkst du?

00:23:16: Ich habe ja vorhin schon angedeutet, dass mein jetzt in dem heutigen Alter würde ich sagen man braucht die Erfahrung selbst.

00:23:21: Ich hab es angedeutet bei der Frage wer diensmilitär?

00:23:24: kann man junge Leute davor bewahren?

00:23:25: Die gleichen Erfahrungen zu machen, kann man nicht.

00:23:28: Zu unserer Jugend gehört auch die Sichtbarkeit von Kriegsschäden im öffentlichen Leben.

00:23:32: damit meine ich gar nicht Gebäude sondern einfach Menschen denen Arm gefehlt hat den Bein gefehlte hatte die traumatisiert waren die noch das ich weiß es noch in den neunzigern die nach drei Worten sofort dabei war wie sie im Baltikum unter General Pferdinant irgendwas gerissen haben.

00:23:47: Und wie toll das alles war und so, das war also eine Erfahrung die prägend war, der man auch nicht entkommen konnte in unserer Jugend, der auch die Politiker nicht entkommen konnten ist ja kein Zufall dass die Generationen der heute über achtzigjährigen Politiker oder Ex-Politiker nehmen wir an Albrecht Müller oder Edmund Stoiber oder solche Dinge um die verschiedenen Lager zusammenzubringen.

00:24:06: Das dienen völlig anderes Verhältnis zur Frage Kriegfrieden haben als die Politika, die das so nicht erlebt haben.

00:24:12: aber wir haben jetzt hier gesprochen.

00:24:15: Man könnte ja, wenn man eine positive Seite an der Migration finden will, man könnte darauf verweisen dass die jungen Männer die Krieg erlebt haben, die aus Syrien kommen, aus Afghanistan, kommen aus anderen Gebieten kommen was ich aus dem Südsudan oder sonst woher das diese Dinge erlebt haben und möglicherweise auch in die deutsche Gesellschaft reintragen.

00:24:30: Die werden also allein aus Familienerfahrung nicht so leicht bereit sein sich da zu irgendeinem Dienst an der Waffe verpflichten zu lassen.

00:24:40: Aber wenn du das gerade ansprichst, man könnte das ja auch als

00:24:42: S.E.C.,

00:24:43: dass man die an die Schulen bringt nicht nur Menschen, die den Honokorps erlebt haben als letzte Zeitzeugen sondern als ganz junge Zeitzeug und die sagen Das ist das was euch am Ende erwartet, wenn ihr eingezogen werdet.

00:24:54: Ich kann mir nicht vorstellen Nicht geschieht, weil man das vergessen hat.

00:24:58: Sondern würde man das ganz bewusst nicht tun?

00:24:59: Ich gehe sogar davon aus dass man irgendwann sagen wird zu ihr seid hierhergekommen ohne pass oder was auch immer um bleiben zu können mit deutschen pass müsst ihr jetzt in einer deutschen uniform an der austrond kämpfen.

00:25:09: was denkst du wird das ist das eingepreist?

00:25:11: sind die so bösartig und perfide oder es sind das nur meine gedankengänge?

00:25:15: Nur gut, dass eine Erzählung, die ja plausibel ist für dir.

00:25:17: Wir werden erleben ob sie wahr wird.

00:25:19: aber ich glaube trotzdem das diese Erfahrung, die die jungen Männer da gemacht haben und auch die Jungen Mädels natürlich, dass das schon was macht und die nicht so einfach bereit sein werden sich in Dienst nehmen zu lassen.

00:25:35: Ja hoffe ich auch.

00:25:38: letzte Frage weil die halbe Stunde ist schon rum finde Ein Land, was versucht Krieg als Sport zu verkaufen.

00:25:48: Wenn man sich die aktuellen Bundeswehrplakate anguckt, dann wird das sowieso ein Abenteuerurlaub verkauft war eine Zeit vor fünfzehn Jahren gab es so eine Aktion der Bravo bist du ein Berg oder ein Beachtüb?

00:25:57: da habe ich damals dort angerufen und versuch zu klaren und weil das entspricht jetzt nicht den Berufsbild haben sie abgelehnt ginge sie nichts an.

00:26:03: Jetzt sind wir eben, dass diese Plakate kommen.

00:26:05: Weil ich glaube auch man dort etwas anbietet was Menschen im jungen Menschen im Alltag so ein bisschen vermissen nämlich gerade ist das man mal zusammen macht bei jeder Dattel die ja für sich alleine.

00:26:15: also ich glaube die Leute aus kaputten Familien sehen da schon etwas dass es Spaß machen kann dass man zusammen auf einem Lastwagen fährt und so.

00:26:22: das Berufstil ist natürlich ein anderes.

00:26:25: Was denkst du, wenn man erst mal dort war?

00:26:27: Wenn man sich das angeguckt hat.

00:26:29: Wird man ernüchtert sein?

00:26:30: Danke für die Erfahrung!

00:26:31: Ich bin nicht dabei.

00:26:32: oder aber hat die Bundeswehr mittelfristig den Leuten etwas zu bieten was sie tatsächlich binden können.

00:26:37: Das macht Spaß.

00:26:39: Wie denkt man sich dass

00:26:41: Ja also unterschiedlich wird vom Menschen Typ abhängen gibt ja immer Menschen die Militär lieben.

00:26:45: dies lieben Befehle zu bekommen ihr ist lieben das Komplexität reduziert wird auf einem ganz klar strukturierenden Alltag.

00:26:51: Auf Führungspersonen den du einfach nur folgen muss?

00:26:54: die Armee bietet neben diesen sozial natürlich auch Einfach Aufstiegsmöglichkeiten.

00:26:59: habe ich in Ostdeutschland schon in den Zehnerjahren erlebt, dass da junge Männer weil sie einfach nichts anderes gefunden haben zum Bund gegangen sind und dann hinterher Sachen erzählt haben, von denen ich was erstaunt war das z.B.

00:27:11: zum Schneeschippen an Reinigungsdienst geholt worden ist für unsere Zeit in der Kaserne undenkbar gewesen wäre.

00:27:19: also das wird wie gesagt vom Menschentyp auch von der jeweiligen sozialen Position abhängen.

00:27:24: wir wissen das ja aus den US-Erfragungen dass letztlich Unterschichtangehörige eher bereit sind wegen der Aufstiegsmöglichkeiten da im Militär zu arbeiten.

00:27:32: aber letztlich ist es ganz gut erwähnt.

00:27:34: Das ist das Ganze natürlich eine lang geplante Operation.

00:27:37: mit dem Aussetzen der Wehrpflicht durch Gutenberg hat etwas begonnen, was ich in der Studie mal Medialisierung der Bundeswehr genannt habe.

00:27:45: Die haben also begonnen ihre Redaktion auszubauen im YouTube Kanal aufzubauen diese Jugendoffiziere auszubildenden Schulen zu schicken.

00:27:53: die haben ein Flagship Store In Berlin in der Friedrichstraße, wo sie gekastet haben.

00:27:58: Ein Typen, der wie sich junge Leute militär aussieht.

00:28:03: Bärtig und so ganz attraktiv

00:28:04: usw.,

00:28:04: kann man sich angucken.

00:28:05: Diese Laden gibt es da noch.

00:28:07: Die haben massiv investiert damit... Heute eine gewisse Bereitschaft bei jungen Menschen, da ist auch ohne Wehrpflicht sich dazu verpflichten.

00:28:14: Das ist eine fünfzehn Jahre Kampagne die letztlich auch dazugeführt hat das heute in der Öffentlichkeit und in der Staatsmedien-Öffentlichkeit sehr viel positiver über Bundeswehrereignisse wie öffentliche Vereinigung oder so ein Zeug berichtet wird als das vor zwanzig Jahren der Fall war.

00:28:29: Da war ja Militär auch diese auch die Uniform den wir die wir in Zügen sehen weil Soldaten da umsonst fahren können also ohne zu bezahlen fahren können.

00:28:40: die neben den Plakaten und allen was du erwähnt hast dazu führt, dass wir heute zumindest bei jungen Leuten eine größere Bereitschaft haben darüber nachzudenken so etwas zu tun.

00:28:48: Aber ist die Attraktivität der Bundeswehr?

00:28:50: nicht auch daraus erklärbar, dass du bist Kommunikationswissenschaftler.

00:28:55: Die Menschen bei dem Überamtengebot was alles möglich ist sagen bei der Bundeswehr ist ja nicht alles möglich sondern es ist klar strukturiert.

00:29:02: das ist dieses Prinzip bei Chibo jeden Tag eine neue Welt und zwar das was hier im Regal steht.

00:29:07: das brauchen sie dann den Zockenhalter und demnich achtzig tausend Joghurt's.

00:29:11: oder soll ich sagen endlich hat mir jemand mal diese Verantwortung ab und das fühlt sich einfach besser an.

00:29:15: da weiß man was man hat.

00:29:16: ist das nicht auch in Form der Attraktivität dass man die Überforderung zurück Das gibt es, das ist das Angebot und wenn du das nimmst was anderes gibt es nicht dann bist du richtig hier.

00:29:26: Ja, mehr noch.

00:29:27: Der Alltag wird halt sehr klar und überschaubar.

00:29:30: Du hast jemanden der ein Tagesablauf vorgibt da gibt es irgendwie Frühsport die Essenszeiten liegen klar du weißt wann du dein Smartphone nutzen kannst und wann nicht?

00:29:37: Du weißt auf wen du zu hören hast.

00:29:38: das hat mir dieser Ausbilder auch erzählt so einen Afghanistan Veteran wie gesagt dass das die eigentliche Attraktivität ist.

00:29:45: ich bin ihm damit der These gekommen die ich von einem Rojava Kämpfer hatte also einem bei der pkk dagegen den IS gekämpft hat.

00:29:52: er meinte Das Leben an der Front ist deshalb lukrativ weil Jeder Moment, jede Entscheidung die du triffst über das Leben deiner Kameraden und über dein eigenes Leben entscheidet.

00:30:01: Und hier in Deutschland kann der überhaupt nicht mehr klar.

00:30:03: Ich schreibe halt eine Prüfung an der Uni... Das ist total langweilig!

00:30:07: Aber dieser Soldat der Mehrauslandseinsätze hinter sich hatte meinte, dass wäre es eigentlich nicht.

00:30:12: Es wäre nicht was am Abzug sitzen sondern es wäre diese klare Struktur nach der sich Menschen sehen gerade wenn sie da sind.

00:30:18: Insofern mag diese These Stimmen, die du gerade reingebunden hast.

00:30:22: Aber ich

00:30:22: glaube mit denen nicht gesprochen, die an der Front war bei allem was unangenehm war auch dieses dass der moment selber einen Wert hat weil er ja jederzeit zu ändern sein kann.

00:30:30: also das ist genau das.

00:30:31: im Grunde dieser Spannung weißt Du eben Das Leben ist endlich und dadurch ist es eben nicht mehr so beliebig Weil Es ist klar Was Du alles Nicht tun wirst.

00:30:38: Du wirst versuchen über die nächsten stunden Zu kommen Und das macht Die zeit Mit Deinen Kameraden.

00:30:43: Die Hat eine andere Qualität.

00:30:44: Es ist zwar Eich traurig Dass Der Tod Es Kommen Muss aber Man Kennt das Vielleicht Von Seinen sterbenen Eltern die man jahrelang Nicht Sogewehr gesehen Erinnert aus welchen Gründen noch immer, weil man sich gestritten hat.

00:30:51: Dann sind die letzten Tage, letzten Wochen oder Monate haben plötzlich eine andere Wertigkeit, wenn man eben merkt okay und erinnert wird, man ist ja dann der Nächste danach rückt.

00:30:59: Letzte Frage an dich?

00:31:01: Wie geht das in der Ukraine aus?

00:31:02: Das ist ja ein Krieg.

00:31:04: Ich habe in einer Berliner Zeitung gelesen dass er noch sechsundzwanzig zu Ende gehen könnte.

00:31:09: Hat man schon paar mal gehört, dass es jeweils in dem Jahr in dem wir lebten passieren kann.

00:31:16: Hoffen wir's besser!

00:31:18: Gut, dann wünsche ich dir einen friedlichen Tag.

00:31:20: Vielen Dank für diese halbe Stunde!

00:31:21: Eine allerletzte Frage nochmal du hast ja bei dem Buch teilgenommen obwohl da auch sehr viele Menschen dabei sind wo man sagen könnte oh Kontakt schuld das betrifft dich nicht.

00:31:30: Also wer mit Kontaktschuld anfängt, der hat verloren.

00:31:34: Wenn du ihn anliegen hast dann solltest du nicht fragen wer dieses Anliegen außerdem teilt weil dann wird jede Bewegung zersplittert.

00:31:40: Das ist eine super Taktik.

00:31:42: Ich habe schon vor sechs Jahren mal ein Interview zu diesem Prinzip Kontaktschult gegeben mit dem man alles zerspillern kann.

00:31:49: Michael vielen Dank für deine Zeit und danke für dein Beitrag im Buch!

00:31:52: Danke dir!

00:31:54: Endlich Frieden jetzt neu das wahrscheinlich größte Friedensbuch aller Zeiten.

00:32:00: Einhundert bekannte Persönlichkeiten haben zusammengefunden und setzen ein starkes Zeichen für den Frieden.

00:32:10: Dr.

00:32:30: Ulrike Giro, Thomas Bertholdt Gerard Hüter Brüdiger Dahlke Lisa Fitz Andreas Popp Matthias Langwasser Jürgen Fliege Uwe Steimle Und viele weitere mutige Autoren.

00:32:50: Die deutsche Politik plant offen eine neue Werbpflicht Rüstungsausgaben in unglaublichen

00:32:56: Höhen und

00:32:58: aktive Kriegsbeteiligung.

00:33:00: Es ist genau jetzt Zeit, ein klares Zeichen für den Frieden zu setzen.

00:33:05: Sei auch Du Teil der großen Friedensbewegung und erhebe Deine Stimme!

00:33:10: Bitte verschenke das Buch auch an junge Menschen die selbst noch nicht für Krieg-und-Frieden sensibilisiert sind.

00:33:17: Ab jetzt überall erhältlich – auch als Hörbuch und E-Book verfügbar.

00:33:23: Lasst uns eine Friedenswelle auslösen, die nicht mehr zu übersehen

00:33:27: ist.".

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.